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Pokalaus: Stuttgart Reds verlieren im Mittwochs-Nightgame gegen den
letztjährigen Deutschen Meister aus Heidenheim mit 0:10
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Baseball in „State-of-the-Art” auf dem Schnarrenberg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Baseball-EM   
Tuesday, 8. June 2010

ImageNeben etwas Popularität für die Austragungsorte bringen sportliche Großveranstaltungen üblicherweise eine kräftige Aufwertung der genutzten Sportstätten mit sich. So natürlich auch für den Baseballplatz auf dem Schnarrenberg oberhalb des Stuttgarter Stadtteils Bad Cannstatt. Seit 1994 bietet der Großverein TV Cannstatt hier schon Baseball und Softball an, nach der EM kann das nun in einer absoluten „State-of-the-Art“-Umgebung geschehen.

Kein Wunder, dass Stuttgart-Reds-Vorsitzender Christoph Manske, der als Geschäftsführer der DBV-Baseball-Event GmbH auch für das sportliche Großereignis die Fäden in der Hand hält, total begeistert ist, wenn er über den Wandel des Reds-Spielfeldes zum EM-tauglichen Ballpark spricht.

Neben den – temporären – Tribünenbauten für nahezu über 3.600 Zuschauer fallen vor allem drei Verbesserungen ins Auge: das komplett sanierte Spielfeld, die neue Anzeigetafel und die Flutlichtmasten.

Baseball-EM 2010: Täglich drei Spiele in Stuttgart

An den ersten fünf der insgesamt zehn EM-Tage finden am Hauptspielort Stuttgart täglich drei Vorrunden-Begegnungen statt. Ohne Flutlicht wäre das nicht möglich. Und so kommen die Zuschauer bei den in der Landeshauptstadt für 19 Uhr angesetzten Begegnungen in den Genuss von Baseball unter Flutlicht.

Auch der Spielort Heidenheim, das Stadion des amtierenden Deutschen Meisters Heidenheim Heideköpfe, verfügt dank EM nun über Flutlicht-Masten. Während in Heidenheim die dortigen Stadtwerke für den Ausbau zuständig waren, wurde in Stuttgart die renommierte Wiesbadener Firma Beling mit dem Neubau beauftragt, dessen Expertise unter anderem in der Frankfurter Commerzbank Arena für „Erleuchtung“ sorgt.

Aus dem einstigen Rasen im Stuttgarter Ballpark wurde – unter anderem dank der fachkundigen Beratung des Greenkeepers aus dem Gottlieb-Daimler-Stadion (Fussballbundesligist VfB Stuttgart) sowie des Ballpark-Platzbau-Gurus Martin Brunner nun ein „flauschiger Teppich“, wie Christoph Manske schwärmt.

Auch die Fachleute aus den entsprechenden Ämtern der Stadt Stuttgart, dem Grünflächen- und Friedhofsamt, dem Tiefbau- sowie dem Sportamt haben mit viel Ehrgeiz, Zeitaufwand und Engagement dazu beigetragen, eine Spielfläche zu schaffen, die internationalen Ansprüchen in höchsten Maße genügt.

Nicht weniger als 200 Tonnen verschiedene Sandarten wurden in die Laufwege, den Warning Track und das Foul-Territory des Ballparks eingebracht um eine gute Spielunterlage und beste Bedingungen für eine schnelle Platzentwässerung im Fall von Regen zu sorgen. Die Notwendigkeit, die Sandflächen regelmäßig zu bewässern und dann wieder abtrocknen zu lassen um sie ordentlich zu verdichten, hat den Spielort der Stuttgart Reds allerdings über Monate hinweg für den Heimverein unbespielbar gemacht.

Die Folgen für die Saison 2010 waren immens: Zahlreiche Heimspiele bis hinunter in die Schüler-Liga mussten bereits auswärts ausgetragen werden, die Saison anderer Mannschaften wurde teils bis in den Oktober hinein gestreckt.

Eine Woche vor dem ersten Spiel begann schließlich auch die Firma Nüssli mit dem Tribünenbau auf dem Schnarrenberg, wo über 3.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden. Dadurch, dass selbst die untersten Reihen mindestens drei Meter über Platzniveau sind, haben alle Zuschauer sehr gute Sicht auf das Spielgeschehen.

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„Die Plätze sind top“, urteilt Reds-Chef Manske. Nüssli, das Unternehmen aus dem bayerischen Roth, gilt als „Mercedes“ unter den Anbietern von „temporären Bauten“. Für das diesjährige europäische Baseball-Top-Event hatte man sich unter anderem durch den Bau der Tribünen für die WM-Vorrunde 2009 in Regensburg empfohlen.

Neben diesen augenfälligen Verwandlungen des Ballparkplatzes sind es auch viele kleinere Maßnahmen, die perfekte EM-Spiele gewährleisten sollen. So schützt ein fünf Meter hohes Netz die Zuschauer am Left-Field vor geschlagenen Bällen. Der Backstop wurde mit Prallmatten verstärkt und ein Aluband rund um das ganze Spielfeld schließt die Lücke zwischen Spielfläche und Begrenzungszaun.

Die Lage des Stuttgarter Ballparks direkt am Vereinsgelände des Großvereins TV Cannstatt, schafft im Übrigen sehr gute Voraussetzungen für ein Großereignis wie die Baseball-EM. Die vorhandenen Sporthallen beherbergen beispielsweise das Pressezentrum, die Räume für die Dopingkontrollen und die Arbeitsplätze des Organisationskommitees. Ein benachbartes Rasenspielfeld wurde zum EM-Dorf mit Catering, Merchandising-Ständen, Ballpark-Funpark und Aktionsflächen. Hier war – wie an vielen anderen Stellen – besonders das vielköpfige EM-Team aus Freiwilligen beim Aufbau gefragt.

Wenn am Freitag, 23. Juli, um 10:30 Uhr dann das erste „Play Ball“ des Schiedsrichters für die Teams von Großbritannien und Kroatien ertönt, sollen alle Groß- und Kleinbaustellen rund um den „Diamond“ abgeschlossen sein.

 
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