Der emotionale Höhepunkt des Jubiläums zu 40 Jahren Stuttgart Reds fand im Rahmen des letzten Heimspiels im „Wildcard Race“ 2026 der DBL statt: die erstmalige „Reds Reunion“. Die Reds hatten alle ihre früheren Spieler:innen, Trainer:innen und Wegbegleiter mit deren Familien zu einem Wiedersehen in den TVC Ballpark eingeladen. Über 30 „Ehemalige“ folgten dem Aufruf und gaben dem Nightgame eine ganz besondere Atmosphäre.
Für deutsche Verhältnisse sind 40 Jahre Baseball und Softball schon eine „Ära“ und es sei Zeit, mit Traditionen zu beginnen, dachte sich der Abteilungsvorstand um Reds-Urgestein Chris Manske.
Und es hatte etwas von Klassentreffen. Viele Ehemalige kramten die alten Trikots raus – mit verblichenen Ziffern und Namen. Manchesmal auch mit Namen, die längst gewechselt haben. Für manche war es eine überfällige Rückkehr und das "Hallo" der alten Weggefährten war besonders groß; andere sind seit Jahrzehnten Unterstützer "ihres" Klubs, den sie einst als Aktive geprägt hatten.
Bevor die beiden Teams, die an diesem Abend im Rahmen der DBL aufeinandertrafen – die Reds und die Gauting Indians – namentlich aufgerufen wurden, paradierten die Reds-Veteranen und -Veteraninnen auf den Platz. Angeführt von zwei der elf Gründungsmitglieder aus dem Jahr 1986, Danny Kleinbub und Susanne Walther, geborene Lorenz. Und abgeschlossen von zwei Erfolgscoaches, ohne die das, von Eigengewächsen geprägte DBL-Team der Reds nicht möglich gewesen wäre: Monja Keßler und Markus Weil. Letzterer übernahm auch den zeremoniellen „First Pitch“ vor Spielbeginn.
Passend zum außergewöhnlichen Rahmen wurde das Spiel gegen Gauting ein ganz Besonderes, das unter viel Jubel mit einem 12:11-Extrainning-Sieg endete. Ein Spiel, das die beste Werbung für den Baseball-Sport war. Nicht, dass es bei den Reds-Veteranen nötig gewesen wäre, die mehr noch als alle anderen Besucher vom Ambiente des TVC-Ballpark begeistert waren. In den frühen Jahren der Reds waren die Rahmenbedingungen noch deutlich anders gewesen.
Der Erfolg der Reds-Reunion gab den Initiatoren auf jeden Fall Recht und soll nun jedes Jahr bei einem der Saisonspiele wiederholt werden.
Die ehemaligen Softballerinnen haben übrigens noch am selben Abend eine WhatsApp-Gruppe „Softball Legends“ gegründet. Es sind bis jetzt 16 Mitglieder und fast täglich taucht jemand Verschollenes auf. Die Verabredung zu einem gemeinsamen Besuch der Softball-Bundesliga-Playoffs steht.
Hier geht es zur Galerie mit Fotos von Reds-Teamfotografin Iris Drobny.
